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Donnerstag, 10.09.2009

Für Freibad-Sanierung zeigt die Ampel Grün

SPD und CDU stimmen für ,,große Lösung" mit Sauna und Gastronomie

Ganderkesee (has). ,,Der Knoten ist geplatzt", kommentiert Wilfried Lührs von der DLRG-Ortsgruppe das Thema Freibadsanierung. Mit ihm verließen gestern Abend zwei Dutzend Vielschwimmer das Rathaus zufrieden, nachdem der Ausschuss für Soziales und Gesellschaft mit großer Mehrheit den Vorschlag der Verwaltung unterstützt hatte, Architekten mit der Planung des ersten Bauabschnitts zu beauftragen.
Ulrike Holzenkamp vom Architekturbüro Geising und Böker, das die Bausteine für die Freibadsanierung vorgezeichnet hat, sagte auf Nachfrage aus dem Publikum voraus, dass der erste Spatenstich im nächsten Jahr getan werden kann. So frühzeitig möglicherweise, dass sich Probleme mit der Nutzbarkeit des Schwimmerbeckens in der nächsten Saison, insbesondere mit der Terminierung des Schwimmfestivals 2010 abzeichnen. ,,Unter einem Kran mit schwebenden Lasten kann nicht geschwommen werden", stellte Holzenkamp klar. Den Wunschtermin des Schwimmvereins kurz vor den Sommerferien nehme sie aber in ihren Kalender auf.
Mit je fünf Stimmen der SPD und der CDU zeichnete der Fachausschuss den Weg zur ,,großen Lösung" vor: Ein neues Umkleidegebäude an der Stirnseite des Schwimmerbeckens und ein Gastronomie- und Saunabetrieb sollen in einem Guss geplant und gebaut werden. Den Vorschlag der beiden FDP-Ausschussmitglieder, auf die Sauna und die Gastronomie vorläufig zu verzichten und hierfür einen Investor zu suchen, unterstützte nur Ratsherr Peter Schierloh von den Freien Wählern. ,,Das Einzige, was sich richtig rechnet, ist die Sauna. Sie befruchtet in der Regel das Bad", sagte Dietmar Mietrach (CDU). ,,Eine Dauerbaustelle ist nicht der richtige Weg. Sie vergrault uns die Gäste", ergänzte Detlev Diepenbrock (SPD).
Mit gut vier Millionen Euro kalkulieren die Gutachter diesen dicksten Brocken der Freibadsanierung. Die vorausgesagten Überschüsse aus dem Saunabetrieb sollen die finanziellen Belastungen der Gemeinde, der das Freibad jährlich ein Defizit von 170.000 Euro verschafft, begrenzen. Der Versuch der FDP, selbst die Gutachter-Berechnungen für den schlechtesten Fall im Saunabetrieb mit noch schlechteren Zahlen zu unterbieten, erzürnte den SPD-Ratsherrn Andreas Kowitz. ,,Schluss mit der never ending story", forderte er - und erntete dafür den Beifall der Zuhörer. Noch mehr Beifall gab es, als die Abstimmung gelaufen war.

Quelle: (c) Delmenhorster Kreisblatt

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