Sportlicher Erfolg bei WM-Teilnahme nebensächlich
Schwimmen Bernd Peters sammelt unvergessliche Eindrücke in Göteborg – 14. über 200 Meter Rücken
Ganderkesee - Die Sportwelt schaut zurzeit nach Budapest: In der ungarischen Hauptstadt finden die Schwimm-Europameisterschaften statt, knapp 1000 Teilnehmer sind dort am Start. Fast sechsmal so viele Schwimmer, darunter viele einstige Welt- und Europameister, sind in der Vorwoche in Göteborg ins Wasser gesprungen – einer davon aus Ganderkesee: Bernd Peters, 2. Vorsitzender des Schwimmvereins Ganderkesee, hat zum ersten Mal an einer Weltmeisterschaft teilgenommen.
„Ein einmaliges Erlebnis“, schwärmt der 56-Jährige von seinem dreitägigen Aufenthalt in der schwedischen Hafenstadt. Dort fand die sogenannte Masters-WM für jene Schwimmer statt, die sich zwar aus dem Leistungssport verabschiedet haben, nicht jedoch von der Leistung an sich. Wer in seiner Altersklasse und Disziplin die erforderliche Richtzeit geschwommen hatte, durfte teilnehmen.
Die entsprechenden Zeiten hatte Bernd Peters, der in jungen Jahren bereits bei Deutschen Meisterschaften startete und seit etwa zehn Jahren wieder aktiv schwimmt, auch vorher schon unterboten – die letzten Masters-Weltmeisterschaften waren für ihn jedoch ein bisschen aus der Richtung. Göteborg hingegen „hat jetzt einfach gut gepasst“. Die Anreise war nicht zu weit, die Umstellung kein Problem.
Auf drei Strecken hat der Ganderkeseer sich in Göteborg konzentriert, obwohl er in bis zu fünf Disziplinen in seiner Altersklasse (55 bis 59 Jahre) hätte antreten können. Über 100 und 50 Meter Freistil landete er unter ferner liefen – die Konkurrenz war einfach zu groß, auch zahlenmäßig. Allein die Herren-Wettbewerbe über 100 Meter Freistil zählten mehr als 1000 Teilnehmer.
Sehr zufrieden ist Peters aber mit seinem 14. Platz über 200 Meter Rücken: In 3,15 Minuten schlug er an. „Ich wollte bester Deutscher werden auf dieser Strecke“, erklärt er seine Motivation, „das habe ich allerdings nicht ganz geschafft.“ Macht aber nichts, meint Peters, denn der sportliche Erfolg war für ihn ohnehin Nebensache. Viel mehr hat ihm der Erfahrungsaustausch gegeben, die persönliche Begegnung mit Idolen von einst wie dem vielfachen deutschen und Europa-Meister Peter Nocke oder dem dreifachen Weltmeister James Montgomery.
Autor: NWZ