Schwimmverein Ganderkesee 69 e.V.
Gegen Rechts


Geburtstagsfete um Mitternacht

Tamara Mischke feiert im Freibad

Ganderkesee. Geisterstunde im Ganderkeseer Freibad. Das nächtliche Marathonschwimmen ist gerade in vollem Gange, da mischen sich in die Anfeuerungsrufe am Rande des Beckens plötzlich Gesänge, die sich verdächtig nach dem Glückwunsch-Klassiker „Happy Birthday“ anhören. Der Verdacht erhärtet sich, als sich die stattliche Prozession, ausgerüstet mit glimmernden Wunderkerzen und Geschenken, dem Objekt ihrer Begierde nähern. Da steht sie nun:Tamara Mischke, umgeben von Trainern, Freunden und sich einfach in den Tross einreihenden Schwimmern, und nimmt Glückwünsche zu ihrem elften Geburtstag entgegen.

Für die so Geehrte war es eine Selbstverständlichkeit, ihren Namenstag in der Gesellschaft ihrer Schwimmgemeinde vom SV Ganderkesee zu verbringen. Dafür hat sie auch gleich noch den Schulabschlussball sausen lassen. „Montag feiere ich aber mit meinen Verwandten nach und am Sonnabend kommen dann meine Freundinnen“, erklärte sie schnell.

Unter den Gratulanten befand sich auch ihre Trainerin, Talke Brinkmann, die beim Ganderkeseer Schwimmfestival nicht nur im Organisationsstab mitmischte, sondern auch selber noch ins Wasser stieg. Und das bei der traditionellen Familienstaffel sogar mit überwältigendem Erfolg. Dabei müssen in einem Team mindestens zwei Generationen verteten sein. Gemeinsam mit Bruder Renke (22) und ihrem Vater Hartmut (47) ließ die 20-Jährige der Konkurrenz über die 3x50m Meter Freistil keine Chance. Lediglich am Veranstaltungsrekord schrammten die Brinkmanns diesmal noch vorbei. Der steht mit 1:36,89 Minuten zu Buche, während das Brinkmann-Trio 1:37,62 benötigte. „Papa hat eben nicht genug trainiert“, hatte Talke Brinkmann auch sofort ein unschlagbares Argument parat. Der Gescholtene wird es verschmerzen können. Denn Hartmut Brinkmann kennt als langjähriger Trainer und Vorsitzender seine Pappenheimer bestens.

Beim Marathonschwimmen, in dem in einer Stunde die längste erreichte Strecke zählt, schlugen sich die Ganderkeseer übrigens prächtig. Mit 5,5 Kilometern belegte die Heimstaffel den zweiten Platz.

Rainer Jüttner

Quelle: (c) Delmenhorster Kurier